Westlich von Oslo liegt Europas größte Hochebene, die Hardangervidda. Oberhalb der Nadelbaumgrenze in einer Höhe von 1.000 m über dem Meeresspiegel liegt das Plateaufjell mit einer Gesamtfläche von 8.000 km².
Dort wo vor rund 12.000 Jahren noch eine beeindruckende Eislandschaft zu finden war, ist heute das Ziel vieler Touristen.
Die Hardangervidda lockt Outdoorsportler, Wanderer und Angler mit ihrer atemberaubenden Kulisse und interessanten Natur. Mächtige Wasserfälle und imposante Berge sind Motiv für traumhafte Urlaubsfotos.
Das Wahrzeichen der Hardangervidda ist der Tafelberg Hårteigen, der mit seiner hutähnlichen Form aus der Plateauebene ragt. Sein Name bedeutet so viel wie „grauer Wegweiser“, was nicht verwunderlich ist, denn er ist von weitem schon gut zu erkennen und hilft bei der Orientierung im Fjell.
Die Hardangervidda ist Heimat von Norwegens größter Rentierherde mit ca. 8.000 Tieren. Die Tiere wandern im Frühling von den Winterweiden im Osten in den regenreicheren Westen, da dort mehr Nahrung zu finden ist.
Weniger bekannt allerdings ist, dass die Hardangervidda ein traditionelles Bergbaugebiet ist. Hier wird seit ca. 1.500 Jahren Erz abgebaut. Nicht ungewöhnlich ist deshalb, dass sich in der Nähe Messerschmieden und Besteckhersteller niedergelassen haben. Sie bekommen hier ihren Rohstoff.
Im Hardangervidda Natursenter kann man sich sowohl über Flora und Fauna als auch über die Entstehung der Hochebene informieren.
[Text: Martina]













