Tag Archiv für Finnland

Terveisiä saunasta – Grüße aus der Sauna

Finnische Sauna

Finnische Sauna

Das Saunieren hat in Skandinavien eine lange Tradition. Es gehört dort zur Alltagskultur und nicht selten finden geschäftliche Meetings mit wichtigen Entscheidungen in der Sauna statt. Was für uns Deutsche undenkbar ist, ist im Norden Europas gang und gebe.

Etwas allerdings haben auch wir schon begriffen: der Gang in die Sauna stärkt das Immunsystem und ist außerordentlich gesund. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39°C werden die meisten Krankheitserreger im Körper zerstört. Das anschließende Kaltbad entspannt die Muskulatur und regt den Kreislauf und Stoffwechsel an. Insgesamt wirkt sich das Bad in der Sauna wohltuend auf Körper, Geist und Seele aus.

Typisch deutsch allerdings sind die strengen Regeln, die hierzulande für das Saunieren gelten. Genaue Angaben über Dauer und Intensität, Regeln für die ordnungsgemäße Benutzung der Sauna, Warnhinweise; all das kennt man in Finnland, dem Land der Sauna, nicht.

Hier, wo jeder Finne quasi schon als Kind in die Tradition des Saunierens eingeführt wird, belächelt man die strenge Regelkultur der Deutschen. Hier sauniert jeder so,  wie es ihm gerade guttut. Das persönliche Befinden bestimmt die Dauer und den Platz in der Sauna – oben ist es heiß, unten etwas kühler. Auch ob man sich anschließend mit eiskaltem Wasser übergießt, oder eher nur entspannt auf einer Liege ruht, bleibt dem Saunagänger selbst überlassen.

Eine Regel allerdings haben auch die Finnen und die gilt für alle, die zum Besuch in einer finnischen Sauna eingeladen sind: Nach dem Saunieren dankt man dem Gastgeber mit den Worten “Kiitos saunasta”, allen anderen Partygästen richtet man typisch finnisch einen Gruß aus der Sauna aus: “Terveisiä saunasta”.

[Text: Martina]

“Gebrauchsanweisung für Finnland” von Roman Schatz

 

 Gebrauchsanweisung für Finnland, von Roman Schatz, Piper, 2010, 224 S.

Sympathische Finnen!

Finnland ist den meisten bekannt durch gute Krimis und andere Literatur, durch den Eissport z.B. und den Spruch „Die spinnen, die Finnen!“

Wer nun aber wirklich Informationen über Finnland sucht, die über das Gehörte hinweggehen, sollte sich dieses Buch vornehmen. Roman Schatz, selbst mit einer Finnin verheiratet und mittlerweile mehr als 20 Jahre vor Ort lebend, hat einige interessante Aspekte seiner Wahlheimat zusammengetragen und erzählt in leichtem Stil in diesem besonderen Reiseführer, der mittlerweile bereits in 2. Auflage erschienen ist.

Vielfältig wird über kulturelle und geschichtliche Hintergründe des Landes sowie über den besonderen Stolz der Finnen auf ihr Land berichtet. Welches Volk kann von sich schon behaupten, zwischen Zarenreich, Kolonialland, Kommunismus und Öffnung zum Westen mehr oder weniger ohne dramatische Krisen oder Verluste standgehalten zu haben. Aber auch über das, was wir meinen, bereits über Finnland und die Finnen zu wissen, wie z.B. das Saunieren, die Winter-Depressionen aufgrund der Dunkelheit, Essen, Kultur und Sport, wird aufgegriffen.

Roman Schatz schreibt sehr kurzweilig, manchmal auch ironisch, man merkt, dass er selbst in zwei Kulturen beheimatet ist und sich umso mehr Gedanken macht über das Ansehen der der Finnen mit ihren vermeintlichen Eigentümlichkeiten außerhalb Finnlands. So beschreibt und erklärt er vorab, auf welche Seltsamkeiten der Reisende bei einem Besuch Finnlands stoßen könnte, wie z.B. Dusch-Schläuchen auf den Toiletten oder das unerbittliche Sauna-Reglement in Finnland.

Gut informiert wird man nebenbei über Sprache, Herkunft der Bewohner, über geografische Besonderheiten, das Nord-Süd-Gefälle und die Politik des Landes.

Innerhalb der Piper-Reihe „Gebrauchsanweisung für …“ ist auch dieser Band über Finnland ein sehr guter Reiseführer mit hohem Niveau. Auf Bilder verzichtet diese Reihe, allerdings vermisst man sie auch nicht aufgrund der Fülle von Informationen.

Alessandra

 

Finnland mal anders

 

Die Verschwundenen von Marko Kilpi

Die Verschwundenen von Marko Kilpi

Die Verschwundenen, Marko Kilpi, Graffit Verlag 2011

Nach seinem preisgekrönten Debutroman „Erfrorene Rosen“ wurde nun der zweite Kriminal-Roman um Olli Repo in deutscher Sprache herausgegeben.

Olli Repo hat seinen gut bezahlten Job als Werbespezialist aufgegeben und arbeitet nun als Ausbildungsbetreuer für junge Polizisten. Seine überaus hohen Wertvorstellungen möchte er an seine Anvertrauten weiter vermitteln. Bei dem Polizeianwärter Heikki scheint es jedoch so, als würde er seine polizeiliche Ausbildung lediglich dazu nutzen, sein eigenes Gewalt- potential ausleben zu können. Bei der Festnahme eines Sexualstraftäters verliert Heikki die Kontrolle und verprügelt den Täter, was zu Konsequenzen für Olli führt. Gleichzeitig verschwindet zum einen ein B-Promi spurlos aus einer Ferienhütte, zum anderen ist plötzlich eines der Opfer des Sexualstraftäters verschwunden. Darüber hinaus häufen sich die Hinweise auf einen geplanten Anschlag, der viele Menschenleben kosten könnte.

Die Reporterin Saastamoinen scheint Olli bei seinen zu lösenden Fällen stets zu verfolgen, kein Verbrechen ist ihr grausam genug, um es für ihre Zwecke auszuschlachten. Es scheint ihm, als wäre sie über jegliche polizeiliche Schritte informiert.

Mit allem Einsatz versucht Olli, alle Fäden zu verknüpfen und Schlimmstes zu verhindern, wobei durch seine ständigen Einsätze seine bereits angeschlagene Ehe zu Grunde geht, er von seiner Frau mit seinem Sohn verlassen wird.

Die Handlung des Romans geht auf Spurensuche: woher stammt die Motivation, die Menschen dazu bringt, für öffentliche Aufmerksamkeit alles zu tun, selbst grenzenlose Gewalt einzusetzen? Beeinflusst wurde der Autor durch die Amokläufe an finnischen Schulen. Das Porträt einzelner Menschen ist erschreckend. Er stellt aber auch dar, welches Potential das Fernsehen und die Presse durch den Promi-Kult, den kurz anhaltenden Ruhm, dabei haben, den Wunsch nach Aufmerksamkeit erst zu fördern und dann anzustacheln.

Nach „Erfrorene Rosen“ und nun „Die Verschwundenen“ hoffe ich sehr auf einen weiteren Kriminalroman mit Olli Repo.

Rezension geschrieben von Alessandra

Sauna

Sauna Die Sauna ist ein fester Bestandteil der finnischen Kultur und auch hier bei uns nicht mehr wegzudenken.

In Finnland hat fast jedes Haus, auch Miets- und Ferienhaus eine Sauna. Das Saunieren dient der Entspannung und  Körperreinigung. Die traditionelle Form der Sauna kann sogar das Badezimmer ersetzen, da dort die komplette Körperreinigung stattfindet. Früher war es sogar so, dass in der Sauna Kinder geboren wurden, weil es der einzige Raum mit heißem Wasser und auch der sterilste Raum war.

SaunaduftWer mag kann dem Aufgusswasser Duftöle hinzugeben. Das ist weit verbreitet, allerdings gehört es nicht zur typischen Finnischen Sauna.

In Finnland ist es eher so, dass Birkenzweige und auch Bier mit in die Sauna genommen werden. Die Birkenbüschel werden im Frühjahr gesammelt und gelagert. Man kann aber auch frische, tiefgefrorene Büschel im Supermarkt kaufen. Mit diesen Birkenbüscheln wird die Haut leicht „gepeitscht“. Dieses Peitschen hat einen massageähnlichen Effekt und regt die Blutzirkulation an. Hinzu kommt, dass sich gleichzeitig ein angenehmer Birkenduft verbreitet und die Birkenblätter eine leicht seifenartige Substanz abgeben.

Nach dem Saunagang sollte immer eine Abkühlung erfolgen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das Abkühlen unter der Dusche, ein Bad im See, im Winter an der frischen Luft oder auch im Saunabecken.

Während der Abkühlphase sollte man immer viel trinken.

Wie lange ein kompletter Saunabesuch dauert ist davon abhängig wie viele Saunagänge gemacht werden.

Inzwischen gibt es unterschiedliche Arten von Saunen, so dass jeder für sich die richtige Variante finden kann. Wer aber nicht gesund ist, sollte vor dem Saunabesuch immer einen Arzt um Rat fragen um jedes Risiko auszuchließen.

Saunaarten:

Finnische Sauna – Holzsauna
Dampfbad – Dampfsauna – Römische Sauna
Infrarotsauna
Russisches Bad
Sanarium oder Bio-Sauna
Sauna – Dampfbad – Sanarium
Türkisches oder arabisches Hamam/Dampfbad

Kalender 2012

Mit dem August-Newsletter startet jetzt wieder unser Kalenderverkauf.
Diesmal haben wir als kleines Geschenk für alle “Frühbucher” – also die, die im August bestellen – ein Elch-Küchentuch.

Das umfangreiche Kalender Sortiment beinhaltet zahlreiche hochwertige Foto-Kunst-Kalender, die vielfach schon seit vielen Jahren erscheinen.

Der Elch-Kalender für 2011

Der Elch-Kalender für 2011

Der Elch-Kalender gehört für viele Nordland-Fans immer wieder zu den Highlights im Kalenderprogramm.