Rezension des Buches :“ Meerjungfrau“ von Camilla Läckberg
Format: gebundene Ausgabe
Autorin:
Die erfolgreiche schwedische Autorin Camilla Läckberg wurde 1974 geboren, verbrachte ihre Kindheit in
Fjällbacka, dem Schauplatz ihrer Kriminalromane, und lebt heute mit ihrer Familie in Stockholm.

Läckberg, Meerjungfrau
Inhalt:
„ Er hatte es gewusst, früher oder später würde alles ans Licht kommen. So etwas ließ sich nicht verbergen. Mit
jedem Wort war er dem Unsagbaren, dem Entsetzlichen näher gekommen, das er seit so vielen Jahren zu
verdrängen suchte.
Nun konnte er nicht mehr davonlaufen.“
Drei Monate ist er bereits verschwunden und Kommissar Patrick Hedström ist langsam verzweifelt, da es keine
Spur, geschweige denn einen Grund gibt für das Verschwinden von Magnus Kjellner, den anscheinend
liebevollen Familienvater.
Doch dann tauchen Drohbriefe auf.
Den ersten erhält der Bibliothekar Christian Thydell ausgerechnet an dem Tag, an dem er sein erstes
fertiggestelltes Buch „Meerjungfrau“ in der Öffentlichkeit vorstellen soll.
Doch nicht nur er, sondern auch nach und nach Freunde von ihm. Nur die Betroffenen selber ahnen wer die
Briefe verschickt haben könnte.
Schriftstellerin Erika Falck, die hochschwangere Frau des Kommissars, beginnt parallel zur Polizei zu
ermitteln, da es ihr keine Ruhe lässt, dass ihr Freund Christian, dem sie beratend zur Seite stand als dieser sein
Buch schrieb, anscheinend bedroht wird.
Sie deckt nach und nach ein dunkles Geheimnis auf und löst gemeinsam mit ihrem Mann und dessen
sympathischen Kollegen den Fall.
Camilla Läckberg lässt abwechselnd mehrere Handlungen nebeneinander laufen. Sie beschreibt zum einen die
einzelnen Familiengeschichten, die zum Teil miteinander verwoben sind, die Ermittlungsarbeit der Polizei und,
kursiv geschrieben, eine dramatische Geschichte aus der Vergangenheit, welches die Spannung geschickt nach
und nach aufbaut, zum Teil aber auch, besonders anfangs, verwirrend ist.
Zum anderen wird man aber förmlich gezwungen weiterzulesen, um herausrauszufinden, ob sich die eigene
Phantasie bewahrheitet. Außerdem leidet man einfach mit, wenn sich Erika Falck wieder mal ins Auto „quält“,
um zu recherchieren. So manches Mal möchte man in die Handlung eingreifen und sie auf die richtige Spur
bringen.
Fazit:
Für mich war es der erste Roman von Camilla Läckberg und es dauerte etwas, bis ich die Familiengeschichte des
Ermittlerduos einigermaßen verstanden hatte.
Manche Anspielung konnte ich allerdings nicht nachvollziehen, da sie wohl in den vorhergehenden Bänden ihren
Ursprung haben. Auch ist die Schwangerschaft und deren Verlauf etwas zu häufig beschrieben. Weniger davon
wäre besser gewesen.
Aber der gute, die Phantasie anregende Schreibstil der Autorin, machte es mir leicht in die eigentliche
Geschichte einzutauchen, machte Lust weiterzulesen bis die Augen zufielen, da ich ja auch wissen wollte, was es
mit den Drohbriefen und der geheimnisvollen Geschichte auf sich hatte.
Gottseidank ist das Ende dann ganz anders als erwartet, was mich sehr überrascht hat, da ich mich lange auf der
richtigen Spur wähnte. Genau das aber machte den Reiz dieses Kriminalromans aber auch aus.
Dieses war zwar der erste Roman für mich von dieser Autorin, wird aber bestimmt nicht mein letzter bleiben. Ich
freue mich jetzt schon auf weitere spannende Fälle mit dem sympathischen Patrick Hedstöm und seiner Frau.
Rezension von Sabine L.










