1907 wurde Astrid Lindgren als Astrid Anna Emilia Ericsson auf dem Hof Näs in der Nähe von Vimmerby, Småland geboren.
Ihr Bruder Gunnar wurde 1 Jahr zuvor geboren, die Schwestern Stina und Ingegerd kommen 1911 und 1916 zur Welt.
Dank ihrer Eltern Samuel August Ericsson und Hanna Jonsson verlebte Astrid eine sehr glückliche Kindheit, die geprägt vom Spielen, der Natur und dem Lesen war.
Schon früh zeigte sich ihr Talent zum Schreiben. Ein Aufsatz der damals 13-jährigen wird in der Zeitung Vimmerby Tidning veröffentlicht und 1924 kann sie dort als Volontärin anfangen.
1926 zieht Astrid Lindgren nach Stockholm und absolviert eine Ausbildung zur Stenographin und Maschinenschreiberin.
Im Dezember 1926 bekommt sie ihr erstes Kind, Sohn Lars.
Da sie eine Alleinerziehende Mutter ist kommt ihr Sohn zunächst in eine Pflegefamilie.
1930 bringt Astrid Lindgren ihren Sohn zu ihren Eltern nach Näs, ein Jahr später nimmt sie ihn zu sich nach Stockholm.
Während ihrer Arbeit als Sekretärin im Königlichen Automobil-Club lernt sie Sture Lindgren kennen, den sie 1931 heiratet.
Nachdem Astrids Bruder Gunnar sie 1933 dem Redakteur einer Zeitung für Landwirtschaft empfiehlt, veröffentlicht sie in den folgenden Jahren in dieser Zeitung und in Stockholms Tidningen einige Weihnachtsgeschichten.
1934 wird Astrid Lindgren erneut Mutter. Tochter Karin kommt zur Welt.
Als Karin einmal krank im Bett liegt und ihre Mutter ihr Geschichten erzählen soll, entsteht Pippi Langstrumpf.
1944 beginnt Astrid Lindgren die Geschichten von Pippi Langstrumpf aufzuschreiben. Selbst nachdem das Manuskript zunächst von einem Verlagshaus zurückgeschickt wird gibt sie nicht auf.
Astrid Lindgren hat entdeckt wie sehr ihr das Schreiben Spaß macht.
Noch im gleichen Jahr erscheint der Jugendroman Britt-Mari erleichtert ihr Herz und 1945 erscheint dann auch Pippi Langstrumpf. Von da an schreibt sie mehr als 70 Bücher.
1946 wird Astrid Lindgren Kinderbuchlektorin bei Rabén & Sjögren, später übernimmt sie die Aufgabe der Programmleiterin fürs Kinderbuch.
6 Jahre später, also 1952 stirbt ihr Mann Sture an inneren Blutungen. Astrid Lindgren heiratet nicht wieder.
1964 erscheint Ferien auf Saltkrokan. Das erste Buch das Astrid Lindgren speziell fürs Fernsehen schrieb.
1970 beendet sie ihre Arbeit bei Rabén & Sjögren und geht in Pension.
1978 erhält Astrid Lindgren den angesehenen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche in Frankfurt am Main.
Nach einer Kampagne von Astrid Lindgren und der Tierärztin Kristina Forslund wird 1988 das neue Tierschutzgesetz verabschiedet.
1994 wird Astrid Lindgren der Alternative Nobelpreis The Right Livelihood Honorary Award verliehen für ihren lebenslangen Einsatz für das Recht der Kinder und für die Natur.
Im Alter von 91 Jahren erleidet Astrid 1998 einen Schlaganfall. Von nun an hat sie Mühe sich zu bewegen. Sie verliert über die kommenden 3 Jahre ihre Sehkraft und ihr Gehör aber nicht ihren Humor.
Am 28. Januar 2001 stirbt Astrid Lindgren in ihrer Wohnung in der Dalagatan 46 in Stockholm in der sie über 60 Jahre gelebt hat.